Berufliches SchulZentrum Wurzen

Kompetenzzentrum für Agrarberufe und Berufliche Bildung der Fachbereiche Gastronomie-Technik-Gesundheit-Wirtschaft

Comenius 2010-12

 

LLP_Logo_DE

Das BSZ Wurzen unterhält seit 2002 eine Partnerschaft mit der ungarischen Berufsschule Valyi Péter Szakképzö Iskola Tamasi.
Da beide Berufsschulzentren in vielfältigen Ausbildungsrichtungen agieren, hat sich in den letzten Jahren diese Zusammenarbeit zu einer funktionierenden Schulpartnerschaft entwickelt.
Für den Zeitraum vom 01.08.2010 – 31.07.2012 arbeiten die Lehrlinge der verschiedenen Ausbildungsbereiche beider Schulzentren an einem neuen Projekt:
Ökologisch erzeugte Nahrungsmittel – Unterschiede in der BRD und Ungarn“,
welches durch das Europäische Programm für die schulische Bildung COMENIUS – Lebenslanges Lernen gefördert wird.
Im Vorfeld werden die Arbeitsgruppen Informationen zum Thema sammeln. Während der gegenseitigen Besuche stehen die Projektarbeit, die Teilnahme am Unterricht
und die gemeinsame Freizeitgestaltung im Vordergrund.
Als Ergebnis wird ein Präsentations-DVD entstehen.
Mit der feierlichen Einweihung der COMENIUS - Tafel möchten wir die Partnerschaft öffentlich kenntlich machen

„Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.
Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.“




Comenius-Schulpartnerschaften, Programm für Lebenslanges Lernen
Projekt: „Ökologisch erzeugte Nahrungsmittel – Unterschiede in der BRD und Ungarn

Mitglieder der deutsch – ungarischen Lehrerarbeitsgruppe trafen sich in den sächsischen Winterferien zur fachlichen und organisatorischen Koordinierung in Budapest.
Der Stand der Vorbereitungen für das Projekt und das weitere Vorgehen wurde besprochen und der im Mai 2011 geplante Besuch der deutschen Schüler in Ungarn vorbereitet


arbeitstreffen
Lehrerarbeitsgruppe v.l.n.r. Herr Gutai (hu), Herr Perlaki (hu), Frau Kökönyei (hu), Frau Tannhäuser (d) und Herr Greifenberg (d)

Tamasi Mai 2011


LLP_Logo_DE



 

Besuch in Tamási im Rahmen des Projekts:„Ökologisch erzeugte Nahrungsmittel – Unterschiede in der BRD und Ungarn“, welches durch das Europäische Programm für die schulische Bildung COMENIUS – Lebenslanges Lernen gefördert wird.
In der Zeit vom 08.05.2011 – 19.05.2011 besuchten zehn Schüler und zwei Lehrer des BSZ Wurzen das Berufsschulzentrum in Tamási, der Partnerstadt von Wurzen.
     
  Die Anreise erfolgte mit der Bahn bzw. dem Bus. Am Sonntag, dem 08.05.2011 begann die Fahrt über Dresden, Budapest, Siofok nach Tamási.
     
  Nach der Ankunft am Montag Nachmittag lernten die deutschen Schüler die am Projekt beteiligten Schüler und Lehrer sowie die Schulleitung der Berufsschule von Tamási kennen. Es war eine sehr herzliche und gastfreundliche Begrüßung. Ein gemeinsames Essen ließ den anstrengenden Tag ausklingen.
Der Dienstag, der 10.05.2011, begann für die deutschen Schüler und Lehrer mit einem Rundgang durch das wunderschöne Schulhaus. Besonders fasziniert waren sie von der Galerie, deren Dach wie ein Schiffsrumpf entworfen und aus Holz gebaut wurde. Auf dieser Galerie sind Exponate von Schülern ausgestellt, die den Beruf des Grafikers erlernen. Es folgte die Besichtigung der Klassenzimmer, der Büros und der riesigen Sporthalle.


Im gemeinsamen Unterricht stellten sich die Schüler gegenseitig vor und besprachen die konkrete weitere Vorgehensweise für die Arbeit
am Projekt „Ökologisch erzeugte Nahrungsmittel“. Es wurde der aktuelle Arbeitsstand abgeglichen. Am Nachmittag folgte ein Besuch des Thermalbades in Tamási.

 
     
Am Mittwoch, dem 11.05.2011, arbeiteten die Schüler in gemischten deutsch-ungarischen Arbeitsgruppen weiter am Projekt. Das Ziel des Projektes ist es, die Rahmenbedingungen für ökologisch erzeugte Nahrungsmittel und deren Umsetzung in beiden Ländern gegenüberzustellen und die Ergebnisse auf einer DVD zu präsentieren. Mit Hilfe des Internets, Büchern, Broschüren und eigenem Wissen konnten viele Fakten zusammen getragen werden. Alle Informationen, ob von Deutschland oder Ungarn, mussten in die jeweilige Sprache übersetzt werden. Die Arbeit erforderte eine hohe Konzentration, da die Betriebssysteme der Computer in ungarischer Sprache waren. Bei den Befehlen war Feingefühl gefragt. Die Schüler haben an hand eines Beispiels von einem Viehtransport gesehen, dass sicher noch nicht alle rechtlichen Bestimmungen der EU in Ungarn gelten bzw. umgesetzt werden. Das Land Ungarn befindet sich zurzeit noch in einer Übergangsphase und arbeitet an der Umsetzung der Richtlinien. Für den späteren Nachmittag stand ein Freundschaftsfußballspiel auf dem Programm. Die ungarischen Schüler haben haushoch gewonnen, aber sehr fair gespielt.
 
Am Donnerstag, dem 12.05.2011, informierten sich die deutschen und ungarischen Schüler über das Lebensmittelangebot auf dem Wochenmarkt von Tamási. Sie befragten die Anbieter über den Anbau und die Herstellung der angebotenen Waren.  
     
Es folgte der Besuch einer Tierfarm in Bogaras,
auf der Wollschweine, Rinder, Ziegen und Schafe in naturnaher Haltung zu sehen waren.
 
Am Freitag, dem 13.05.2011, arbeiteten die Schüler und Lehrer an der Präsentation weiter. Außerdem nahmen die deutschen Schüler am Unterricht teil und bekamen so einen Einblick in die verschiedenen Ausbildungsrichtungen der ungarischen Berufschule. Zur Festigung ihrer Sprachkenntnisse interviewten sich die Schüler gegenseitig zu unterschiedlichen Themen. Am Nachmittag trugen die ungarischen und deutschen Schüler ein Billardmatch bzw. ein Kikkermatch aus.

 
Für Samstag, dem 14.05.2011, stand die Besichtigung eines ökologisch geführten Gemüsegartens auf dem Programm. Die gelernte Gärtnerin produziert seit zwei Jahren nach den Demeter-Richtlinien Gemüse und hofft auf einen guten Absatz. Da die Fahrt dorthin mit dem Bus absolviert wurde, konnte die Gruppe die herrliche Landschaft bestaunen. Auf dem Rückweg gab es einen Stopp am Balaton. Alle waren sich einig, dass das blaue Wasser und der strahlende Sonnenschein ein tolles Urlaubsgefühl verbreiteten.

 
Am Sonntag, dem 15.05.2011, besuchten die Schüler Budapest.
Nach einem Fußmarsch vom Bahnhof – Deli pu. in die Stadt, folgten ungewöhnlich viele Stufen hoch zur Burg, dem Wahrzeichen von Budapest, weiter ging es zur Matthiaskirche. Von dort hatte unsere Gruppe einen wunderbaren Blick auf die Donau, das Parlamentsgebäude und die Margareteninsel. Natürlich stand auch die Besichtigung des bekannten Einkaufcenters “Mammut” auf dem Programm. Dieses Center glich einem Labyrinth, bestehend aus zwei Häusern mit je fünf Etagen, verbunden durch mehrere Übergänge.
     
Am Montag, dem 16.05.2011, stand die Arbeit am Computer wieder im Vordergrund. Emsig arbeiteten die deutsch-ungarischen Arbeitsgruppen an der Vorbereitung der Präsentation. Die Arbeit an den ungarischen Computern ging den deutschen Schülern nun bereits viel besser von der Hand. Den Nachmittag verbrachten die Schüler gemeinsam mit einem Billardspiel und kleineren Unterhaltungsrunden.  
     
Am Dienstag, dem 17.05.2011, hieß es Sport frei. Bei einem kleinen Volleyball- und Fußballspiel konnten sich die deutschen und ungarischen Schüler sowie Lehrer richtig auspowern. Am Nachmittag folgte die Betriebsbesichtigung eines 3000 ha großen landwirtschaftlichen Betriebes in Pincehey. Die deutschen Schüler waren hier besonders von der großen Landtechnik begeistert. Zuerst wurden die Weiden der Grau-Rinder-Herde und der Pferde angesehen. Anschließend gab es einen kleinen Imbiss in der hofeigenen Pizzeria. Anschließend besichtigten alle die Mangaliza-Schweine, welche auf dem Hof frei in einem großen Gehege gehalten werden. Von diesem kurzen, aber sehr informationsreichen Ausflug waren die deutschen Schüler und Lehrer sehr begeistert. Er brachte ihnen die ungarische Landwirtschaft näher.

Für den Abend stand das gemeinsame Kochen von Kesselgulasch auf dem Programm. Unter der fachmännischen Leitung von Herrn Greifenberg wurden alle Schüler in die Vorbreitungen einbezogen. Nach stundenlangem schnippeln, kochen, rühren und dem decken der Tische, konnten sich alle den Gulasch munden lassen.

 





Mittwoch 18.05.2011 und Donnerstag 19.05.2011: Nach einem gemeinsamen Frühstück und dem Kofferpacken begann die tränenreiche Verabschiedung. Nach gefühlten hundert Umarmungen startete die deutsche Gruppe mit dem Fußmarsch bergauf zur Bushaltestelle von Tamási. Dann ging es mit dem Bus nach Siofok und weiter mit dem Zug nach Budapest. Dort besichtigten alle die Markthalle und verweilten noch eine Weile in der impulsiven und weltoffenen Stadt an der Donau. Mit etwas Verspätung begann ca. 18.15 Uhr die Fahrt nach Dresden. Nach einem letzen Umsteigen in den Regionalzug kamen am Donnerstagvormittag die 10 deutschen Schüler und 2 Lehrer wieder in Leipzig an. Alle empfanden den Austauschbesuch als sehr arbeitsintensiv und informationsreich. Die Gruppe hat nicht nur zum ökologischen Landbau recherchiert, sondern auch sehr viel über das Land, die Kultur, die Lebensweise erfahren.



Wurzen Oktober 2011


LLP_Logo_DE

Projektarbeit_unter_Freunden2
Quelle: LVZ/Muldentalzeitung 07.10.2011



Tagesberichte:

 

Vom 04.10.-14.10.2011 erfolgte im Rahmen der Projektarbeit der Besuch von zehn ungarischen Schülern und vier Lehrern in Wurzen am BSZ.
Die Zeit verbrachte die deutsch-ungarische Arbeitsgruppe gemeinsam in einem Jugendwohnheim. So konnten schnell soziale Kontakte geknüpft werden, auch für die Projektarbeit war dies von großem Vorteil.
     
     
     


 
Dienstag, 04.10.2011

Gegen Abend kam die ungarische Arbeitsgruppe im Wohnheim an. Die Freude war groß, bekannte Gesichter wieder zu sehen. Da die deutschen Schüler bereits das Abendessen vorbereitet hatten, konnte nach einer sehr emotionalen Begrüßung gemeinsam gegessen werden. Natürlich gab es auch sehr viel zu besprechen. So gingen alle in freudiger Erwartung auf die kommenden Tage erst zu vorgerückter Stunde ins Bett.


 
     








 
Mittwoch, 05.10.2011

Nach dem gemeinsamen Frühstück im Wohnheim folgte die Begrüßung im Beruflichen Schulzentrum Wurzen durch den Außenstellenleiter Herrn Müller und ein Rundgang durch das Schulhaus. Höhepunkt hierbei war die Besichtigung der Plattform auf dem Dach des Gebäudes, von welchem man einen eindrucksvollen Blick auf die Altstadt von Wurzen hat. Danach nahmen die ungarischen Schüler am Unterricht in Klassen des Agrarbereiches teil, um ihre deutschen Sprachkenntnisse anzuwenden und einen Einblick in die landwirtschaftliche Ausbildung zu bekommen. Die deutschen Schüler bereiteten in dieser Zeit in der schuleigenen Küche das Mittagessen zu, welches im Lehrrestaurant eingenommen wurde. Den Nachmittag verbrachten die Schüler mit Projektarbeit im Computerkabinett. Den Abschluss des Tages bildete ein geführter Stadtgang durch Wurzen. Die ungarische Gruppe konnte so vieles Interessantes über die Sehenswürdigkeiten wie den Dom und die Wenceslaikirche erfahren. Am Abend wieder im Wohnheim angekommen, gab es für alle selbst gekochte Nudeln mit Tomatensauce.












 
Donnerstag, 06.10.2011

Für diesen Tag stand der Besuch des Landgutes Nemt auf dem Programm. Hier werden u. a. nach streng ökologischen Richtlinien Feldfrüchte angebaut und verarbeitet. So war die Besichtigung der hofeigenen Bäckerei für alle sehr interessant. Als dann jeder nach Anweisung des Bäckermeisters sein eigenes und nach seinen Wünschen verziertes Biobrot backen durfte, war alles perfekt. Es folgte die Besichtigung der Molkerei. Es wurde die Herstellung verschiedener Produkte wie Käse, Quark und Joghurt vorgestellt. Nach dem Mittagessen fuhr die Gruppe gestärkt nach Nemt um sich dort den ökologischen Pflanzenbau und die konventionelle Viehhaltung anzusehen. Nach der eingehenden Besichtigung der Felder folgten die Ställe und der Melkstand. Auch die Biogasanlage des Betriebes wurde vorgestellt. Für alle war dieser Besuch sehr informativ. Viele Fragen zum ökologischen Pflanzenbau, die Verarbeitung und die Vermarktung der Produkte konnten beantwortet werden. Am Abend im Wohnheim wurde das selbstgebackene Brot zum Abendbrot verzehrt.
 
     


 
Freitag, 07.10.2011

Dieser Tag wurde zur Projektarbeit genutzt. Im Computerkabinett wurde zum Thema recherchiert, übersetzt und an der Präsentations-DVD gearbeitet. Die deutschen und ungarischen Schüler und Lehrer arbeiteten fleißig und konzentriert. In kleineren gemischten Gruppen wurde diskutiert, Inhalte zusammengefasst und bereits teilweise in die Präsentation übernommen. Am späteren Nachmittag fuhr die Gruppe für eine kleine Stippvisite nach Leipzig.
 
 
     










 
Sonnabend, 08.10.2011 und Sonntag, 09.10.2011

Für das Wochenende stand der Besuch des Lehr- und Versuchsgutes Köllitsch auf dem Programm, welches Teil des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ist. Das Gut ist u. a. für die Durchführung der überbetrieblichen Ausbildung für die Ausbildungsberufe Landwirt und Tierwirt für den Freistaat Sachsen und den südlichen Teil Brandenburgs sowie für die Demonstration einer nachhaltigen und umweltgerechten Landwirtschaft und die Umsetzung eines agrarökologischen Landschaftskonzeptes zuständig.
Auf der Fahrt dorthin machte die Gruppe einen kurzen Zwischenstopp in Wermsdorf, da gerade das traditionelle Horstseeabfischen stattfand.
Der geführte Betriebsrundgang und der Vortrag im Lehr- und Versuchsgut waren für alle sehr interessant. Besonders die ungarischen Schüler und Lehrer waren fasziniert.
Bei einem gemeinsamen Volleyballspiel am späteren Nachmittag konnten sich alle so richtig auspowern.
Am Sonntag nach einem ausgiebigen Frühstück standen eine Schlossführung von Schloss Hartenfels in Torgau und ein Besuch der Porzellan-Manufaktur in Meißen auf dem Programm.
 










  Montag, 10.10.2011

Der Tag stand wieder ganz im Zeichen der Projektarbeit. Während eine kleine deutsch-ungarische Gruppe in Wurzen Befragungen zum Thema ökologischer Landbau durchführte, arbeiteten alle Anderen weiter an der Präsentation. Am Nachmittag besuchte die Gruppe die Stammschule des BSZ. Die Führung durch das Schulhaus war für die ungarische Gruppe sehr interessant. Die einzelnen Fachkabinette und natürliche die schöne Aula beeindruckten alle. Der spätere Nachmittag stand im Zeichen des Sports. In der Turnhalle und im Kraftraum der Schule konnten sich die Schüler und Lehrer sportlich betätigen. Gerade nach der anstrengenden Projektarbeit war dies für alle genau das Richtige.
 
Dienstag, 11.10.2011

An diesem Tag besuchte die Gruppe die Nudelfabrik in Riesa.
Während der Besichtigung des Nudelmuseums und der gläsernen Herstellungsstrecke bekamen alle großen Appetit auf Nudeln. Dieser konnte beim Mittagessen im Restaurant „Makkaroni“ gestillt werden. Es gab für jeden eine Portion Nudeln mit wahlweise Bolognesesauce, Lachs oder Geflügel. Am Nachmittag wurde die Innenstadt von Riesa erkundet.
 
     
Mittwoch, 12.10.2011

Alle Schüler und Lehrer arbeiteten weiter am Projekt. Es wurden Texte verfasst und übersetzt. Auch die Gestaltung der Präsentations-DVD wurde weitergeführt.
Am Abend folgte eine gemeinsame Kochveranstaltung mit Bio-Produkten. In den beiden Küchen des Wohnheimes herrschte hierbei ein emsiges Treiben. Es wurden Apfelmus, Eierkuchen und Kartoffelpuffer zubereitet. Jeder beteiligte sich an der Arbeit und brachte sein Wissen ein. Vor allem die gekauften Bio-Produkte wurden im Vorfeld besprochen. Dazu wurden z. B. die Zutatenlisten analysiert, die Kartoffeln und Eier angeschaut und die Äpfel gekostet. Beim gemeinsamen Verzehr der Gerichte waren sich alle einig wie gut es schmeckte.
 
Donnerstag, 13.10.2011

Für heute stand der Besuch des Herbst-Hofes Kreischa auf dem Programm. Dieser Biohof wirtschaftet seit 2001 nach den Richtlinien des Ökologischen Landbaus. Nach einem Rundgang und einer Diskussionsrunde wurden die Weiden und Felder besichtigt. Es konnten die Tiere hautnah erlebt werden.
Am Nachmittag besuchte die Gruppe das Freizeit- und Erlebnisbad „Platsch“ in Oschatz. Beim Rutschen, Schwimmen, Ballspielen oder beim Ausruhen im Wärmebecken konnten alle die arbeitsreichen Tage der Projektarbeit ausklingen lassen. Am Abend im Wohnheim kochten die ungarischen Lehrer für alle Gulasch mit Kartoffeln zum Abschied.
     
     
Freitag, 14.10.2011

Der Abreisetag. Nach dem Frühstück im Wohnheim wurde es sehr hektisch, Koffer wurden gepackt, Zimmer gereinigt und die Küchen geräumt. Danach hieß es Abschied nehmen. Es war ein sehr bewegter Abschied mit vielen feuchten Augen.
Die Arbeit am Projekt wird aber natürlich weiter gehen. Dank moderner Computertechnik werden die Schüler und Lehrer weiter in Verbindung bleiben und die Präsentations - DVD beenden.
 
     

Projektergebnis

Als Ergebnis des Projektes entstand eine zweisprachige sehr umfangreiche PowerPointpräsentation zum Thema „Ökologischer Landbau – Unterschiede in der BRD und Ungarn“.

Im Folgenden wird der Inhalt der Präsentation beschrieben.

1. Ökologischer Landbau allgemein

Zuerst wird auf den Begriff und die Zielstellung des ökologischen Landbaus eingegangen.
Es folgt eine kurze Auflistung des Umfangs der ökologischen Produktion im Vergleich der BRD und Ungarn.
Es werden Fördermaßnahmen der Europäischen Union, der BRD und Ungarn beschrieben.

2. Rechtliche Grundlagen zum ökologischen Landbau

Es wird auf die rechtlichen Grundlagen nach der EG-Öko-Verordnung eingegangen.
Nach der allgemeinen Definition folgen Hinweise zur pflanzlichen Erzeugung, zum  Pflanzenschutz, zur Düngung und zur tierischen Erzeugung. Weiterhin wird auf die Voraussetzungen zur Umstellung auf Öko-Betrieb und auf bestehenden Kontrollen eingegangen. Das Bio-Siegel wird vorgestellt.

3. Verbände des ökologischen Landbaus in der BRD und Ungarn

Wichtige Verbände beider Länder werden kurz vorgestellt. Es folgt eine Zusammenstellung der Unterschiede zwischen der EG-Öko-Verordnung und den Verbandsrichtlinien.

4. Pflanzenproduktion im ökologischen Landbau

Es werden die Fruchtfolgen mit und ohne Tierhaltung konkret abgehandelt. Weiterhin wird auf die Düngung in Bezug auf die Stoffkreisläufe, die Humuswirtschaft und die mineralische Düngung sowie auf den Pflanzenschutz eingegangen.  

5. Tierproduktion im ökologischen Landbau

Es werden die Voraussetzungen und die Ziele für die ökologische Tierhaltung genannt. Dabei werden insbesondere die Auflagen für die ökologische Tierhaltung auf der Grundlage der EU-Richtlinien herausgearbeitet. Es folgt eine Übersicht zu den Unterschieden zwischen der ökologischen und der konventionellen Tierhaltung. Wichtige Gründe für eine ökologische und tiergerechte Nutztierhaltung werden aufgelistet.  

6. Verarbeitung ökologisch hergestellter Lebensmittel

Es werden die Anforderungen bei der Verarbeitung ökologisch hergestellter Lebensmittel aufgezählt. Es folgen Hinweise zur schonenden Lebensmittelvor- und zubereitung.

7. Umsetzung in den Betrieben in der Region von Wurzen

Unter diesem Punkt werden die folgenden zwei Betriebe vorgestellt, welche die deutsch-ungarische Arbeitsgruppe besucht hat.
- Herbst-Hof Kreischa (bei Oschatz, BRD)
- Landgut Nemt

8. Vergleich Deutschland und Ungarn

Es werden einige recherchierte Unterschiede zum ökologischen Landbau beider Länder beschrieben. Dabei handelt es sich um die folgenden Inhalte:
- Öko-Verbände
- Rechtsvorschriften
- ökologische Nutzfläche
- Ergebnisse der Befragungen
- Tierrassen für die ökologische Haltung
- Beispiele für ökologische Produkte
- von uns besuchte ökologische Betriebe

9. Gemeinsame Projektarbeit

Es wird die gemeinsame Arbeit am Projekt vorgestellt. Besonders zu nennen sind folgende Inhalte:
- gemeinsames Kochen mit Bio-Produkten mit Rezeptvorschlägen
- gemeinsame Sportveranstaltungen
- Arbeit am Computer
- Veröffentlichungen in der lokalen Presse.

Auszüge aus der DVD Projektpräsentation:

 


Sokrates

comenius_de_h
tamasi5_2Seit dem jahr 2002 besteht zwischen dem Beruflichen Schulzentrum Wurzen und der Valyi Péter Szakképzö Iskola Tamasi eine Schulpartnerschaft.
Dabei findet zweimal jährlich ein Treffen von Schülern und Lehrern beider Einrichtungen statt. Ziel der Aktion SOKRATES ist die Förderung der Zusammenarbeit europäischer Schulen zur Verbesserung der schulischen Qualität, der Entwicklung von Fremdsprachenkompetenz und der Förderung des interkulturellen Bewustseins.
Treffen in:

  • Tamasi 2002
  • Wurzen 2002
  • Wurzen 2003
  • Wurzen 2004
  • Wurzen 2005, Deutsch-Ungarisches Kochbuch
  • Tamasi 2005

 

Aktuelle Seite: Startseite Projekte Schulpartnerschaft Tamsi