Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert das, was ins unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum (Dieter Kienast, Schweizer Landschaftsarchitekt)
Was macht den Beruf aus?
- Verbindung von wachsenden Pflanzen und leblosen Baumaterialien
- Einzigartigkeit jeder Gartengestaltung
- Projekte vom Privatgarten bis zur Parkanlage
- Benutzung verschiedenster technischer Werkzeuge, Geräte und Maschinen
- von der ersten Idee bis zum Gartenparadies tätig
Was du mitbringen musst:
- räumliches Vorstellungsvermögen
- handwerkliches Geschick
- Abstraktionsvermögen (Pläne lesen und umsetzen können, eine Idee zur Wirklichkeit werden lassen)
- team- und kommunikationsfähig sein
- mathematische Grundkenntnisse erforderlich
- technisches Interesse
Was du hier lernst:
- Kennenlernen der Fülle an Baumaterialien
- Beherrschen von baulichen Maßnahmen verschiedenster Art
- Umgang mit Vermessungstechnik
- fachgerechte Pflanzenverwendung und -kombination
- Pflege und Entwicklung von Anpflanzungen
Was dir vielleicht missfallen könnte:
- Arbeiten bei Wind und Wetter
- wechselnde Arbeitsplätze
- Berichtsheft führen
- körperliche Anstrengungen
- Unterricht nicht nur in der Berufstheorie (auch allgemeinbildende Fächer)
Ausschnitt aus dem Leben eines Garten- und Landschaftsbauers
Ich denke, dass ich einen sehr abwechslungsreichen Beruf gewählt. Die Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau sind sehr vielfältig. Schließlich arbeiten wir mit toten Steinen und lebendigen Pflanzen. Mein Arbeitstag beginnt 06:15 Uhr auf dem Betriebshof. Hier bekomme ich meine Tagesaufgabe. Danach werden die Fahrzeuge beladen und wir fahren zu unserer heutigen Baustelle. Schön ist die Abwechslung, weil wir verschiedene Projekt haben. Offizieller Arbeitsbeginn ist dann 07:00 Uhr. Wir mähen Rasen, schneiden Hecken, harken Laub oder bauen Wege und Plätze. Manche von uns haben bereits Bäume gepflanzt, Beete angelegt, gepflastert, Zäune gebaut oder sogar einen Teich angelegt. Ab 09:00 oder 10:00 Uhr gibt es eine Frühstückspause. Diese dauert in der Regel 15 Minuten. Wir haben aber auch schon eine halbe Stunde Frühstück gemacht. Mittag auch eine halbe Stunde ab halb eins.
Dann arbeiten wir weiter in Richtung Feierabend 16:00 Uhr. Es kann vorkommen, dass wir bis zu 45 Minuten zu einer Baustelle fahren. Da gibt es dann immer viel zu erzählen.