"Wir stehen auf für das, was wir lieben und beenden es mit Stolz. Für unser aller Essen geben wir uns Mühe und sind jeden Tag auf's neue bereit, uns dieser Herausforderung zu stellen"
Was macht den Beruf aus?
- Gefühl der Freiheit auf dem Feld
- Umgang mit großen Maschinen
- Man sieht schnell, was man gemacht hat
- Man lernt, Dinge zu reparieren
- Keine geregelten Arbeitszeiten
- die Nähe zur Natur
Was du mitbringen musst:
- richtig Bock auf Landwirtschaft
- Zuverlässigkeit
- Verantwortungsbewusstsein
- Selbstständigkeit
- Kraft
- technisches Verständnis
Was du hier lernst:
- Bedienen von Maschinen
- Pflege und Düngung von Kulturpflanzen
- Erstellung von Fruchtfolgen
- Schadbefall an Pflanzen erkennen und behandeln
- Nährstoffmangel bei Pflanzen erkennen und beheben
- Alles über Ackerbau, Pflanzenbau, Pflanzenentwicklung und Traktor fahren
Was dir vielleicht missfallen könnte:
- Unterricht nicht nur in der Berufstheorie (auch allgemeinbildende Fächer)
- Entfernung von zu Hause zur Berufsschule
- ungeregelte Arbeitszeit
- schwere Arbeiten mit hohen Lasten, die hohe Konzentration erfordern
- fehlende Akzeptanz seitens der Bevölkerung oder Regierung
Ausschnitt aus dem Leben einer Fachkraft Agrarservice
Unser Tag beginnt 7:00 Uhr im Sommer morgens mit einer Besprechung des kommenden Tagesablaufs. Danach geht jeder zu seiner Maschine, an dem bereits ein funktionsfähiger Hänger angehangen ist. Die Maschinen werden vorbereitet, wir kontrollieren also Tank und Ölstand. Die Mähdrescher werden ausgepustet und ebenfalls getankt und gewartet. Durch die frühe Besprechungsrunde wissen alle Mitarbeiter, wohin sie fahren müssen. Die Drescher fahren als erstes los und führen die Kolonne an. Wenn der TS-Wert stimmt, kann es mit der Ernte losgehen. Die Mähdrescher hängen ihr Schneidwerk an und fangen an zu dreschen. Die Abfahrer reihen sich nebeneinander auf dem Feld ein und warten bis einer der beiden Drescher die ersten Signale gibt, dass der Bunker langsam voll ist. Die meisten Drescher haben Signalleuchten dran, die bei einem zu Dreiviertel gefüllten Bunker mit Blinken anfangen. Dann fahren wir als Abfahrer auf dem schnellsten Wege hin und fahren unter das bereits aufgeklappte Abtankrohr. Neben den Drescher wird eine Geschwindigkeit von 9-10 km/h gefahren. Wenn der Hängerzug voll ist, wird das Getreide entweder in die eigenen Hallen verlagert oder es wird an einen großen Konzern geliefert, z. B. Deuka. Danach geht es wieder auf dem schnellsten Weg zum Feld.
Das Frühstück wird während der Fahrt gegessen oder beim Warten auf dem Feld. Die Zeit der Ernte geht immer schnell rum.
Wenn die Drescherfahrer das Zeichen zur Mittagspause geben, sammeln wir uns an einer Feldstelle und essen unsere mitgebrachten Mahlzeiten.
Danach geht es weiter mit der Ernte. Wenn eine Fläche fertig ist, wird der Schlag gewechselt und der Mähdrescher dahin umgesetzt. Wenn wir die Straße queren müssen, wird das Schneidwerk des Mähdreschers abgehangen und auf dem neuen Schlag wieder angehangen. Sind genug Mitarbeiter da, führen wir auf den abgeernteten Flächen einen Stoppelsturz durch.
Gerade bei guten Erntetagen muss man sich auf einen langen Tag einstellen. Hier ist es für jeden wichtig, genug Essen und Trinken dabei zu haben.
Zu später Stunde kommen wir immer nochmal zusammen und essen Abendbrot. Zwischen 23:00 und 2:00 Uhr morgens verlassen wir dann gemeinsam das Feld.