"Die Blumen auf den Gräbern sind die letzten Worte, die wir den Toten sagen.“ (unbekannter Autor)
Was macht den Beruf aus?
- Arbeit an einem Ort der Stille und des Gedenkens
- Grabbepflanzung mit kreativen Elementen
- Auseinandersetzung mit dem Tod
- Pflege des Friedhofs vom Rasenmähen zur Grabberäumung
Was du mitbringen musst:
- kein Ekel vor menschlichen Überresten
- Wetterresistenz
- körperliche und psychische Belastbarkeit
- keine Scheu vor Krabbeltieren (die Natur ist ihre Heimat)
Was du hier lernst:
- Kenntnisse der Anlage, der Bepflanzung, der Pflege und der Beräumung von Grabstätten
- Durchführung von Berechnungen für den Material- und Pflanzenbedarf
- Beratung zu friedhofsgärtnerischen Leistungen
- Einsatz und Wartung von Maschinen und Geräten
- Rechtliches rund um den Friedhof und Bestattungen
Was dir vielleicht missfallen könnte:
- die Notwendigkeit Gräber zu beräumen oder zu öffnen
- wenig Betriebe und wenig Lehrstellen
- dem Wetter unterworfen zu sein
- unregelmäßige und saisonbedingte Arbeitszeiten
- wenig Aufstiegsmöglichkeiten und geringes Gehalt
- Arbeiten im Umfeld stattfindender Beerdigungen
Ausschnitt aus dem Leben eines Friedhofsgärtners
Meine Arbeit beginnt 06:30 Uhr mit dem Umziehen in der Garderobe. Dann versammeln wir uns auf dem Hof und lauschen dem Gärtnermeister bei der Einteilung der heutigen Arbeit.
Nachdem wir unsere Werkzeuge und Geräte haben, wird bis 09:00 Uhr gearbeitet. Ein Vorteil ist bei uns der gleiche Arbeitsort und die kurzen Wege. Ein Landschaftsbauer arbeitet ja z.B. auf verschiedenen Baustellen. Häufig sind wir mit Pflegearbeiten, wie Rasen mähen, Unkraut jäten und Laub harken beschäftigt. Aber auch Pflanzarbeiten und Heckenschnitt stehen auf dem Programm.
15 Minuten Frühstückspause ab 09:00 Uhr. Brötchen und Obst sorgen für frischen Schwung. Danach arbeiten wir weiter oder werden woanders eingesetzt. Von 12:00 bis 12:30 Uhr haben wir Mittagspause. Danach wird bis 15:00 Uhr weitergearbeitet. Als Lehrlinge haben wir eine halbe Stunde Schreibzeit. Hier vervollständigen wir unsere Ausbildungsmappe mit Sachberichten. Mein Ausbilder erwartet eine ordentliche „Hefterführung“ , sonst wird man nicht zur Prüfung zugelassen. 15:30 Uhr ist Feierabend.