„Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen und Eisen schmieden, aber man sollte nie ohne Liebe mit Menschen umgehen.“ (Leo N. Tolstoi)
Was macht den Bildungsgang aus?
- praxisnaher Unterricht im Hauptfach GSA (Gesundheitsförderung und Soziale Arbeit) durch umfangreiche Praxiserfahrungen in Klasse 11
- Erfahrungen im Praktikum tragen erheblich zur Stärkung des Selbstbewusstseins und der eigenen Fähigkeiten bei
- soziale Kompetenzen werden ausgebaut und gefördert
- dein Blick auf gesundheitliche, soziale und gesellschaftliche Herausforderungen des Einzelnen und der Gesellschaft wird entwickelt
- die Fachoberschule hilft dir, berufliche Entscheidungen zu treffen
Was du mitbringen musst:
- einen guten Realschulabschluss, um den Anschluss nicht zu verpassen
- Motivation und Interesse für die Themen Gesundheit, Pflege und Erziehung
- Neugier, Sozialkompetenz und Teamfähigkeit
- den Willen, wenn es mal schwer wird, nicht aufzugeben
- einen respektvollen Umgang mit Menschen
- Freude am Lernen
Was du hier lernst:
- Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit und Reflexion der eigenen Arbeit
- den Alltag in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe oder des Gesundheitswesens
- Grundlagen für wissenschaftliches Arbeiten in verschiedenen Fächern, z. B. Mathematik, Deutsch, Geschichte/Gemeinschaftskunde, Rechtskunde und im Hauptfach Gesundheitsförderung und Soziale Arbeit
- wie man eine Projektarbeit (Klasse 11), eine Facharbeit (Klasse 12) erstellt
- Umgang mit Menschen in verschiedenen Lebensabschnitten
- wie man herausfordernde Lebenssituationen und Konflikte bewältigt
- welche Gesprächsführungsstrategien zielführend sind
- Analyse von beruflichen Situationen und Erarbeitung von Handlungsstrategien
- Auseinandersetzung mit sozial- und gesundheitswissenschaftlichen Fragestellungen
Was dir vielleicht missfallen könnte:
- in der Regel gibt es kein Geld im Praktikum
- Doppelbelastung in Klasse 11 durch Praktikum und Schule
- Klasse 12 viel Unterrichtsstoff und nebenbei eine Facharbeit schreiben
- keine Mensa in der Schule
- Sportunterricht erst in Klasse 12
Ausschnitt aus dem Leben eines Fachoberschülers Gesundheit und Soziales
Ein Tag im Kita-Praktikum
Mein Tag im Praktikum startet oft früh am Morgen und beginnt mit einem kurzen Austausch mit meiner Mentorin. Welche Kinder brauchen heute besondere Unterstützung, welche Aktivitäten stehen auf dem Plan und gibt es neue Hinweise von den Eltern?
Im Tagesablauf begleite ich meine Mentorin, manchmal auch andere pädagogische Fachkräfte, bei der Arbeit mit den Kindern: beim Freispiel, beim gemeinsamen Frühstück, beim Erzählen von Geschichten oder bei der Vorbereitung von Angeboten und Projekten. Weiterhin führe ich einfache pädagogische Angebote durch, unterstütze die Kinder beim An- und Ausziehen und beobachte die Kinder in ihrem Alltag. Bei Fragen und Problemen ist der Austausch im Team sehr hilfreich.
Am Ende des Tages reflektiere ich, was gut funktioniert hat, wo es Herausforderungen gab und was man die nächsten Tage verbessern kann.