"Wer mit Tieren arbeitet, braucht nicht nur Wissen und Kraft, sondern vorallem Herz und Verantwortung."
Was macht den Beruf aus?
- Betreuung, Pflege und Fütterung von Nutztieren (z.B. Rinder, Schweine, Geflügel, Schafe)
- Überwachung von Gesundheit und Verhalten der Tiere
- Mitwirkung bei Zucht, Aufzucht und Fortpflanzung
- Vertrieb der Tiererzeugnisse
Was du mitbringen musst:
- viel Zeit und Geduld
- eine Begeisterung für Tiere
- körperliche Belastbarkeit
- Freude an der Arbeit in der Natur und an der frischen Luft
Was du hier lernst:
- Fütterungsarten
- Arten und Weisen der Tierpflege sowie Kenntnisse des Reproduktionsvorganges
- Belüftungstechniken und Stallanlageninstandhaltung
- medizinische Belange
- Kennenlernen von Fahrzeugen verschiedenster Art
Was dir vielleicht missfallen könnte:
- frühes Aufstehen
- Berichtsheft führen
- Vielfältiger Unterricht (auch allgemeinbildende Fächer)
- Überstunden im Betrieb (z.B. wenn eine Kuh kalbt)
- Wochenend- und Feiertagsarbeit
Ausschnitt aus dem Leben des Tierwirts
Tiere sind uns und unserem Handeln ausgeliefert. Daraus folgt eine Verantwortung, die jeden Tierwirt Tag für Tag begleitet. Bevor man sich entscheidet, Tierwirt zu werden, sollte man sich dessen bewusst sein, dass das Tier Vorrang hat. Es spielt keine Rolle, ob man hungrig, durstig, müde oder gestresst ist. Bevor du deine Bedürfnisse stillst, stillst du die der Tiere. Sie brauchen jeden Tag unseren vollen Einsatz, um glücklich zu sein. Wir erhalten von Tieren ungefragt Nahrungsmittel. Wer nicht bereit ist, sein volles Herz den Tieren und ihren Bedürfnissen dafür zu schenken, sollte nicht Tierwirt werden. Tierwirt ist, wer täglich Unrat schaufelt, wem der ganze Körper vom Heu verteilen juckt, wer das ganze Jahr über schwitzt oder friert, der aber am Ende des Tages in die Augen eines Tieres schaut, um daraus die Kraft zu schöpfen, am nächsten Tag das selbe zu tun. Handwerk kann man lernen. Auch Techniken, Mittel und Wege kann man lernen. Aber das Gefühl für die Tiere muss man mitbringen. Die Dankbarkeit den Tieren gegenüber muss man mitbringen. Ruhe und Geduld verdient jedes Tier vom Menschen.